Tag 11 ~Cardiff - Doctor Who?

Während wir noch gemütlich draußen vor dem Wohnmobil sitzen und ein bischen im Internet surfen, stellen wir fest, dass wir uns genau zwischen Cardiff und Newport befinden. Und zwar jeweils nur rund 8 Meilen davon entfernt. Wir stöbern ein bisschen und stoßen auf die Cardiff Bay, hier liegt in der Fernsehserie Torchwood deren Hauptquartier und in eben dieser Bucht liegt auch die Doctor Who Experience. Ja, jetzt wird’s wieder nerdig. 😉  Also, wir haben schon vor Jahren Torchwood verschlungen, sind jetzt aktuell bei der (neuen Serie) von Doctor Who – beides wird in Cardiff gedreht und es gibt ein Doctor Who Museum / Attraktion – 8 Meilen von uns entfernt! Außerderm besteht diese nur noch bis September diesen Jahres, eine zweite Chance wird es wohl also nie mehr geben. Also fassen wir dann mal kurzerhand den Entschluss, dass wir am nächsten Morgen mit den Fahrrädern nach Cardiff radeln werden.

Gesagt, getan… Bereits auf dem Hinweg ist es recht bergig, allerdings überwiegend bergig bergab. Die Familie fürchtet sich ischon jetzt vor dem Rückweg – bergauf. Ich finde allerdings viel schlimmer, als wir die Gewerbegebiete vor Cardiff erreichen, wieviel Verkehr hier herrscht und es gibt nicht wirklich viele Fahrradwege. Wir legen also gute Teile der Strecke auf dem Bürgersteig zurück, auch egal. Nach ziemlicher Sucherei – Google Maps – versteht irgendwie nicht wo wir hin wollen oder wir verstehen Google Maps nicht, wie auch immer, erreichen wir dann doch die Cardiff Bay mit dem berühmten Millenium Plaza (der Eingang zu Torchwood, unterirdisch, versteht sich 😉 ) . Ein Stück weiter dann auch das Gebäude der Doctor Who Experience. 

Millenium Plaza

 

 >>>>>>>> >>>>>>>>Ab hier nur noch für Whovians, normale Leute lesen bitte unten weiter 😉 

Wir kaufen Tickets und müssen nur ein paar Minuten warten, bis die nächste Tour beginnt. Wir werden von einer netten Dame in Timelord-Mantel begrüßt, die uns erstmal unsere Kristalle überreicht, jeder hängt sich einen Kristall um den Hals. Nach einem kurzen Film über das Doctor Who Universum, der wirklich gut gemacht ist, sogar unsere Tochter, die die Serie ja noch nicht kennt, versteht die groben Zusammenhänge und die für die Tour relevante Zusammenhänge. Danach öffnet sich die Leinwand und wir stehen im Herz der Tardis, der Doctor (der zwölfte Doctor Peter Capaldi), erscheint auf einem Bildschirm und fragt, was wir da unten tun. Unsere Kristalle werden aktiviert (die Anhänger leuchten 😉 )und wir treten durch die Tür der Tardis in den oberen Bereich. Die Kinder der Tour müssen nun unter Anweisung der Dame und des Doctors die Tardis fliegen. Dabei dürfen sie auch kräftig an diversen Hebeln ziehen und reißen. Danach erreichen wir dann ein Set in dem wir von Daleks angegriffen werden, hier muss eines der Kinder einen Kristall finden. Im nächsten Bereich landen wir bei den weinenden Engeln <<NICHT BLINZELN>>, hier hat Kaylee die Ehre einem der Engel den Kristall abzunehmen ;-). So stolz ist sie. Im letzten Bereich gibt es dann ein 3D-Kino, der Doctor möchte, dass die gesammelten Kristalle in eine Konsole gesteckt werden. Damit sind wir dann natürlich alle gerettet ;-).Die Tour ist wirklich toll gemacht und für Fans ein Muss. Die Moderatorin hat das auch echt gut gemacht, man nahm ihr die Interaktion mit dem Doctor auf dem Bildschirm echt ab. Das Publikum wurde involviert, man sah beeindruckende Sets. Wobei das Engel-Set für kleinere Kinder vermutlich zu gruselig wäre. Kinder unter 8 würde ich nicht mit in die Tour nehmen. Im zweiten Teil der Experience bekamen wir dann noch unglaublich viele Requisiten zu sehen, das hat uns echt umgehauen, damit hatten wir, vor allem in Anbetracht des recht günstigen Eintrittspreises echt nicht gerechnet. Hier durften wir dann auch Fotos machen und haben auch ganz viele gemach… Wie bei jeder guten Attraktion landeten wir zum guten Schluss im Shop, leider schien hier aber schon der Auverkauf stattzufinden, es gab nicht allzuviele Produkte. Da findet man im Internet deutlich mehr. Fazit zur spontanen Schnapsidee Doctor Who Experience: Es war einfach toll, ein Highlight des Urlaubs!

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Wir schwingen uns wieder auf die Fahrradsättel, kaufen noch ein wenig ein und versuchen dann am Bahnhof ein Großraumtaxi zu bekommen, dass uns mitsamt unserer Räder wieder auf den Stellplatz bringt. Nach kurzen Unklarheiten, wo denn eigentlich unser Stellplatz ist, erreichen wir dann wieder unser Wohnmobil.  Wir haben dann später gelernt, dass in Großbrittanien jedes Areal seine ganz eigene Postleitzahl hat. Man braucht also garnicht Straße, Hausnummer.  PLZ sondern nur den Postcode und erreicht ziemlich viel exakt sein Ziel. Toll – wenn man’s weiß.