Tag 1-3 ~ von Belgien nach England

Tag 1-3 ~ Belgien, Fährüberfahrt und Canterbury

Samstags machen wir uns auf den Weg, da wir aber schon zwei Tage noch echt viel zu tun hatten, der Garten musste noch in Ordnung gebracht werden, das ganze Wohnmobil bepackt werden und noch einiger anderer Kleinkram, bevor man drei Wochen unterwegs ist – haben wir keine große Lust besonders weit zu fahren. Wir finden einen Wohmobilstellplatz in Aarschot in Belgien. Dieser liegt auf einem riesigen gemischten Parkplatz zwischen Stadtzentrum und Schwimmbad, am Fluss Demer. Die Plätze für Wohnmobile sind im hinteren Bereich separat ausgewiesen. Sogar ein paar Stromanschlüsse gibt es hier kostenlos. Kaylee und ich machen und mit Neo noch auf ein bisschen die Stadt zu erkunden und sind absolut positiv überrascht. Es ist ein wirklich nettes Städtchen mit typisch belgischer Architektur, der Marktplatz erinnert mit seine Giebelhäusern sogar ein ganz, ganz kleines bisschen an Brügge. Wir spazieren ein bisschen an der Demer entlang, Aarschot legt scheinbar viel Wert auf eine tolle Blumenbepflanzung. Echt hübsch. Wir essen ein Eis und Kaylee kauft spontan noch ein T-Shirt. Wir kaufen noch etwas fürs Abendessen bei Delhaize ein und schlendern dann langsam zurück zum Wohnmobil, wo wir einen ruhigen Abend verbringen. Mir ist dann auch noch aufgefallen, letztes Jahr, bevor wir nach England übergesetzt haben, haben wir zufälligerweise in einem niederländischen Ort namen Oirschot übernachtet. Zufälle gibt’s….

  

Aarschot

Aarschot

Demer

Demer

Aarschot

Aarschot

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag planen wir unsere Übernachtung in Bredene an der belgischen Küste. Bredene war quasi unser Stammurlaubsort an der Nordsee, früher, als wir noch mit dem Zelt unterwegs waren. Wir sind überrascht, wieviel hier los ist. In den letzten Jahren hatte der Ort an sich doch irgendwie nachgelassen und es waren auch nicht allzu viele Touristen dort, aber jetzt ist es rappelvoll hier. Wir fahren den Campingplatz „Astrid“ 😉 an, hier waren wir auch im Herbst vorletzten Jahres schonmal eine Nacht, er liegt sehr zentral. Aber – komplett belegt. Ok, also weiter in die hintere Reihe der Bredener Campingplätze, zu unserem alten Stammplatz Park d‘ Heule – aber auch hier, alles belegt. Ups, das hatten wir nicht erwartet. Der nächste Platz in der Reihe, T’Minnepark, hat dann noch ein Plätzchen für uns frei. Es herrscht strahlender Sonnenschein, also auf zum Strand. Das sind von hier aus so ungefähr zwei Kilometer zu Fuß, wir laufen dann eine Weile am Strand entlang, toll wieder am Meer zu sein. Dann gehen wir über die Fußgängerbrücke in die Stadt, hier ist ein Kunstmarkt und auch noch irgendeine Veranstaltung auf der Bühne am Marktplatz. Wir lassen uns ein bisschen durchs Gewimmel treiben, essen ein leckeres Eis und machen uns dann gegen abend wieder auf den Weg zurück zum Campingplatz. Morgen geht unsere Fähre nach England!

Bredene Strand

Nach dem Frühstück machen wir uns gemütlich auf Richtung Dünkirchen, von wo aus wir die Fähre nach Dover nehmen werden. Auf der belgischen Küstenautobahn E40 überqueren wir die französische Grenze und sind nach kurzer Zeit schon in Dünkirchen. Unsere Fähre ist gebucht für 16:00 Uhr, es ist aber erst kurz nach halb eins. Wir stellen uns aber natürlich einfach schonmal in der Schlange am Fährterminal an. Nach den üblichen Grenzkontrollen (nein, auch dieses Mal haben wir weder im Bad noch im Kleiderschrank blinde Passagiere versteckt) verkündet uns die nette Dame am DFDS-Schalter, dass wir ja ziemlich früh dran wären und ob wir nicht einfach schon die 14:00 Uhr Fähre nehmen wollen. Klar wollen wir! Ein bisschen hatten wir darauf natürlich schon gehofft, manchmal bekommt man wohl dieses Angebot, wenn man sehr zeitig ist und die Fähre davor noch Kapazität hat (und in der gleichen Preiskategorie liegt, wie die gebuchte Überfahrt – aber dazu später mehr). Wir freuen uns auf jeden Fall, dass wir zwei Stunden früher ankommen werden. Eigentlich kommen wir ja sogar drei Stunden früher an, schließlich stellen wir die Uhr bei der Ankunft in England auf die Greenwich Mean Time um und damit eine Stunde zurück! Also erreichen wir Dover nach einer ruhigen Überfahrt um 15:00 Uhr Ortszeit und stürzen uns zwangsläufig direkt in den Linksverkehr.

Im Frühling hatten wir in Le Treport auf dem Wohnmobilstellplatz einen Engländer getroffen, der uns für nach der Überfahrt den Stellplatz an der New Dover Road in Canterbury empfohlen hatte. Genau den steuern wir jetzt an. Canterbury ist nur eine knappe halbe Stunde Fahrzeit von Dover entfernt. Perfekt für den ersten Tag. Der Stellplatz ist nicht wirklich schön, liegt angebunden direkt an einen Großparkplatz, aber absolut ok für 3 Pfund am Tag. Was noch besser ist, in diesen drei Pfund ist auch schon das Busfahrticket in die Innenstadt enthalten. Da wir ja noch viel Zeit haben und herrliches Wetter ist, besteigen wir also den nächsten Bus in die Stadt. Kaylee ist absolut begeistert davon, dass der Bus ein Doppeldeckerbus ist. Kaylee und ich sitzen also oben, direkt hinter der Scheibe. Marco und Neo bleiben unten. Ich schmilze fast in der prallen Sonnen hinter der Glasscheibe. Außerderm lassen mich die Hecken an denen der Bus vorbeischrammt und die Äste die auf’s Dach klatschen gelegentlich zusammenzucken. Hecken und Äste werden, auch im Wohnmobil, für den Rest des Urlaubs immer dabei sein, unbewusst kann ich mich darauf also schon mal einstimmen… Canterbury ist ein wunderschönes Städtchen beim schlendern durch die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und kleinen Geschäften kommt man sich fast schon ein bisschen vor wie in der Winkelgasse, genauso hätte ich mir eine alte englische Einkaufsstraße vorgestellt. Wir flanieren noch ein bisschen und nehmen dann den Bus zurück zum Parkplatz, es ist wirklich heiß heute abend. Wir kochen noch etwas und lassen den Abend ausklingen.

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