Prolog

Zusammenfassend hatten wir einen wunderbaren Urlaub. Wales hat uns allerdings wesentlich besser gefallen als Südengland, obwohl Wales ja eigentlich nur Bonus war und Südengland das erklärte Ziel, seit Jahren. Wales erinnerte uns mehr an Schottland: Weniger Menschen, mehr Natur und mehr Gelassenheit. England war wesentlich voller, sowohl an Menschen, als auch an Autos und Touristenattraktionen. Die Waliser strahlten irgendwie etwas Lässigeres aus, ähnlich den Schotten. Selbst in Cardiff, der Hauptstadt, ging es entspannt zu. Wales, vor allem den Norden, den wir zeitlich nicht mehr besuchen konnten, werden wir auf jeden Fall nochmal besuchen. Wahrscheinlich in Verbindung mit einer intensiveren Besichtigung von Schottlands Westen. Nach Südengland zieht es uns eigentlich nicht mehr. Lands End und Stonehenge, unsere „Must-see’s“ dort haben wir gesehen, das ist ok jetzt. Wir können von uns sagen, dass wir beide „Ends“ – John O’Groats und Land’s End besucht haben, zwar nicht in einer Tour, aber was soll’s? 😉

Das Fahren mit dem Wohnmobil war in Südengland wesentlich anspruchsvoller als in Schottland. Die Autobahnen sind verkehrstechnisch eine absolute Katastrophe, schlimmer als im Ruhrgebiet. 😉  Gefühlt von Stau zu Stau. Die kleinen Landstraßen sind zu großen Teilen auch einen Katastrophe, weil sie so schmal sind und in der Rgel beidseitig von Hecken oder Bergen begrenzt werden. Keine Möglichkeit auszuweichen. Das fanden wir in Schotttland deutlich besser gelöst. Dort war der Bewuchs nicht so hoch und man konnte notfalls mal auf den Grünstreifen ausweichen und vor allem waren dort alle Straßen, die so derart schmal waren, Single Track Roads. Das heißt man fährt in eine Ausweichbucht wenn Gegenverkehr kommt. In England versucht man sich halt auf Biegen und Brechen aneinander vorbeizuquetschen. Sehr unentspannt, das Ganze.

Wie so oft waren die ungeplanten Erlebnisse im Nachhinein die Besten. Zum Beispiel die Besuche der Doctor Who Experience bzw. der ganze Radtrip nach Cardiff und Highclere Castle. Die Gegend bei St. Davids und der Blue Lagoon, die wir ohne die Empfehlung der englischen Familie nie angesteuert hättten, war ebenfalls traumhaft schön.

Absolut gelohnt hat sich auch die Mitgliedschaft im National Trust. Ingesamt haben wir so ca. 30 Pfund gegenüber den Einzeleintrittsgeldern gespart. Aber vor allem haben wir so einige tolle Sehenswürdigkeiten so auf dem Weg „mitgenommen“. Das würde man vermutlich nicht machen, wenn man jedes Mal extra Eintritt zahlen müsste und manchmal, weil schon nachmittag ist nur noch ein oder zwei Stunden Zeit für die Besichtigung hätte.   Besonders das Tredegar House bei Cardiff / Newport hat uns sehr beeindruckt.

Unser Fazit: Wales wir kommen irgendwann wieder!